Angesichts der massiven Zerstörung Gazas und des menschlichen Leids, der sich immer ungezügelter zeigenden Siedlergewalt und Annexion im Westjordanland sowie der Veröffentlichung des Gutachtens des Internationalen Gerichtshof (IGH) im Juli 2024 hat pax christi im Austausch mit israelischen und palästinensischen Partnerorganisationen über Maßnahmen beraten, wie das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser:innen gegenüber der deutschen Bundesregierung eingefordert werden kann. Ende Oktober 2024 wurde auf der pax christi Bundesdelegiertenversammlung dem Start einer Kampagne zur Anerkennung des Staates Palästina zugestimmt. Ein Team von Mitgliedern aus pax christi Diözesanverbänden sowie weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen erarbeitete daraufhin einen Resolutionstext mit dem Titel „Völkerrecht umsetzen – den Staat Palästina anerkennen“.
Ursula Mindermann, Vizepräsidentin der Deutsch Palästinensischen Gesellschaft (DPG), griff diese Resolution auf und stellte sie im Rahmen einer Veranstaltung auf dem Evangelischen Kirchentag (30.04. bis 4.05.2025) in Hannover vor. Die Resolution wurde auf dem Kirchentag mit überwältigender Mehrheit angenommen und verabschiedet. Die Forderung richtet sich an die Bundesregierung und wurde ihr vom Kirchentag übermittelt. Dieser Aufruf wurde anschließend von der DPG und pax christi auf die Petitionsplattform openPetition eingestellt und verbreitet, um mit einer Unterschriftensammlung dieser Forderung mehr Druck zu verleihen.
Resolution „Den Staat Palästina anerkennen“
39. Deutscher Evangelischer Kirchentag 2025